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Erfahrung schafft Sicherheit

ZLU Consulting und Management

Projektbeispiel – Materialfluss beherrschen

Thomas Wöhlert

Thomas Wöhlert,
Senior Manager ZLU

Materialfluss beherrschen

„Expertise und Projekterfahrung der ZLU werden an die Aufgabenstellung des Kunden angepasst, um optimale Effekte zu erzielen.“

Eine Stunde vor Ladenöffnung in einem beliebigen Warenhaus einer großen Kaufhauskette in der Schweiz: Die LKW stauen sich vor der Tür, alle müssen noch schnell entladen werden, damit rechtzeitig vor den ersten Kunden die Ware ins Regal kommt. Doch woher kommen die Rollcontainer und Pakete eigentlich? Na klar, von den Lieferanten, aber auf welchem Weg? Da gibt es mehrere Möglichkeiten: Früher kam der größte Teil im Direkttransport vom jedem einzelnen Lieferanten, was zu hohem Aufwand in den Warehäusern geführt hatte, die eine große Anzahl von einzelnen Sendungen vereinnahmen mussten.

Hauptsächlich um den Aufwand der Verkäufer im Wareneingang des Warenhauses zu reduzieren, wurden neue Lieferketten aufgebaut, bei denen die Ware von mehreren Lieferanten gebündelt wird. Hierbei gibt es den klassischen Weg über die Lagerung in einem Zentrallager oder auch moderne Lieferketten wie Crossdocking oder Transhipment, bei denen die Ware nicht in einem zentralen Standort eingelagert wird, sondern dort nur umgeschlagen und an die Empfänger verteilt wird. Die Auswahl der Lieferkette erfolgte bei der betrachteten Kaufhauskette zunächst aus dem Bauch heraus.

Für unseren Kunden stellte sich nun die Frage, für welchen Lieferanten welche Lieferkette die am Besten geeignete ist. Hierbei sollten neben qualitativen Kriterien vor allen Dingen auch die Kosten berücksichtigt werden. Mit einem Team von drei ZLU’lern haben wir zunächst gemeinsam mit dem Kunden die benötigten Daten zusammengetragen und abgestimmt. Basisierend auf einer von ZLU entwickelten Berechnungsmethodik, die auch schon erfolgreich bei verschiedenen Baumärkten eingesetzt wurde, haben wir ein Tool entwickelt, was speziell auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt war.

Mithilfe dieses Tools wurden jeweils die Kosten für verschiedene mögliche Varianten berechnet. Hierbei wurden alle Kosten berücksichtigt, die in der Supply-Chain anfallen: Von den Kosten beim Lieferanten für die Zusammenstellung der Sendungen über Transport, gegebenenfalls Einlagerung, Lagerung und Kommissionierung oder Umschlag bis zur Vereinnahmung im Warenhaus.

Die Einkäufer, die für die Auswahl der Lieferketten der von ihnen betreuten Lieferanten zuständig waren, wurden anschließend in der Bedienung des Tools geschult. Die ersten Berechnungen und beispielhafte Lieferantengespräche wurden mit Unterstützung von ZLU durchgeführt. Schon hierbei ergaben sich Einsparpotenziale bei der Umstellung der bisherigen Lieferkette im 2stelligen Prozentbereich.